Nachhaltige Technologien

Ein gutes Leichtmetallrad zeichnet sich neben einer ansprechenden Optik, vor allem durch zuverlässige Stabilität, sowie optimalem Fahrgefühl aus. Die Schnittmenge dieser Anforderungen setzt eine größtmöglich sparsame und schonende Verwendung von Rohstoffen bereits implizit voraus – denn nur durch eine Minimierung der ungefederten Masse des Rades wird dem Fahrer ein unverfälschtes Fahrerlebnis, minimierter Kraftstoffverbrauch und die volle Leistung des Fahrzeugs zur Verfügung gestellt.

Dieses Qualitätsverständnis resultiert bei BORBET in sorgfältig gewähltem und wohlüberlegtem Einsatz des Rohmaterials: Soviel wie nötig, um kompromisslose Sicherheit zu gewährleisten – so wenig wie möglich, um einen dynamischen Charakter des Rades sicherzustellen. Der hohe Anspruch an die Qualität resultiert bei BORBET darüber hinaus in einer Produktpalette, in welcher sämtliche Produkte durch eine enorme Lebensdauer und Rigidität glänzen. Weitere Aufwände und Ressourcennutzung, wie Nacharbeiten, sind über den gesamten Lifecycle obsolet. Darüber hinaus bestehen alle Produkte von BORBET aus Aluminium und sind somit uneingeschränkt recyclebar.

 

Die Verfahren

Die Überlappung von Qualitätsanspruch und Nachhaltigkeitsgedanken spiegelt sich bei BORBET in innovativen Herstellungsverfahren wieder:

NatureWheel: Hier wird ein natürliches Mineral pulverisiert, durch Zugabe eines ebenfalls natürlichen Bindemittels zu einer formbaren Masse umgewandelt und sodann durch mechanischen Druck in die Form eines Radskeletts gebracht. Dieses Bauteil wird sodann in den Kokillenguss integriert und bildet an allen nichttragenden Bereichen des Rades den Radkern. Dieses innovative Verfahren reduziert das Gewicht des Rades enorm und führt durch den Einsatz von natürlichem ungiftigen Mineral zu drastisch verringertem Einsatz von Leichtmetallen.

Undercut: Durch dieses automatisierte Verfahren werden alle nicht tragenden Bereiche des Felgenbetts durch präzise Fräsung entfernt. Es folgt die Einspeisung des ausgesparten Materials in einen integrierten Recycling-Prozess, aus welchem Rohmaterial identischer Qualität und Eigenschaft gewonnen wird. Dies resultiert in geringerem Gewicht des Rades, sowie einer gesteigerten Anzahl produzierter Räder bei gleichbleibendem Verbrauch von Rohmaterial.

FlowForming: Bei diesem automatisierten Verfahren wird das Material eines Radrohlings unter hoher Rotation und mechanischem Druck stark verdichtet und zugleich in die gewünschte Form gewalzt. Das Resultat ist ein Werkstück welches nun final bearbeitet werden kann und sich durch eine bedeutend erhöhte Festigkeit bei gleichbleibend geringem Materialeinsatz und Gewicht auszeichnet. Bei diesem Verfahren entstehen keine Reste oder Abfälle – 100% des eingesetzten Rohstoffs werden in das Werkstück integriert.

ExaPeel: Um eine maximale Individualisierung des Rades zu gewährleisten, hat BORBET das Verfahren ExaPeel entwickelt. Dieser Vorgang nutzt einen Laser, um die oberste von zwei Lackschichten eines Rades μ-genau und in beliebigen Formen zu radieren. Darunter kommt die untere Lackschicht zum Vorschein. Das Resultat ist ein zweifarbiges Rad, welches große Flächen oder filigranste Muster, Schriften und Formen aufweisen kann. Eine Klarlackschicht versiegelt das individuelle Design und sorgt für absolute Farbechtheit. Der Wunsch nach Individualität und Sondereditionen trifft hier erstmals auf eine Lösung, die keine Einbußen in Lebensdauer oder Qualität mit sich bringt und ohne den Einsatz umweltschädlicher Substanzen auskommt.

 

Die Produktion

BORBET verfügt in der Metallverarbeitung über geballtes und im Laufe eines Jahrhunderts kultivierten Know-Hows. Darüber hinaus sind Produktionsstandorte und Maschinenpark stets auf der Höhe des technisch Machbaren. Hierdurch ist eine hohe Präzision in der Herstellung gewährleistet und der Anteil an Ausschuss äußerst gering. Kommt es dennoch zu Ausschuss, so wird dieser in den integrierten Recycle-Prozess eingespeist, eingeschmolzen und sodann als Rohstoff in unverändert hoher Qualität in die Wertschöpfungskette rückgeführt. Diesem Vorgang werden auch Materialreste wie Fräs- oder Stanzreste zugeführt, sodass eine maximal effiziente Nutzung des ursprünglichen Rohmaterials gewährleistet ist.

Darüber hinaus ist der Energieverbrauch der Produktionsstandorte stets unter prüfender Beobachtung. Die Werke in Thüringen und Solingen sind nicht nur EN ISO 50001 auditiert und zertifiziert, die verbindlichen Werte dieses Standards werden bis zum Jahre 2016 voraussichtlich sogar um über 100% übertroffen. Auch hier wartet BORBET mit innovativen Lösungen auf: Abwärme der Schmelzöfen werden in die Heizungsanlagen der Gebäude eingespeist oder zur Energiegewinnung mittels Dampfturbinen eingesetzt, Undichtigkeiten und Druckluftleckagen werden ständig überprüft und behoben, wodurch der beachtliche Energieverbrauch von Kompressoren reduziert wird, wärmetechnische Anlagen werden in Regelmäßigkeit auf effiziente Isolation überprüft, wodurch Wärmeabstrahlung minimiert wird.

Der Nachhaltigkeitsgedanke und der schonende Umgang mit Ressourcen sind bei BORBET gelebte Maximen des Handelns. Sie sind fest integriert in den Qualitätsanspruch BORBETs an die eigenen Produkte und der Vorstellung einer effizienten Produktion.